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Gretz Communications AG

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2 Personen mit Boruca Holzmasken

Handwerk mit Geschichte: Drei Traditionen aus Costa Rica

Costa Rica ist bekannt für seine Natur und Artenvielfalt, hat aber auch kulturell einiges zu bieten. In vielen Regionen werden traditionelle Handwerkstechniken bis heute weitergegeben. Unter anderem die bunt bemalten Ochsenkarren aus Sarchí, die Chorotega-Keramik aus Guanacaste und die Holzmasken der Boruca im Süden des Landes.

Die Ochsenkarren von Sarchí – Costa Ricas rollende Kunstwerke

Die traditionelle Carreta, der bunt bemalte Ochsenkarren, gehört zu den bekanntesten Symbolen Costa Ricas und gilt als das berühmteste Handwerk des Landes. Seit 2008 ist die Tradition Teil des immateriellen Kulturerbes der UNESCO.

Ursprünglich wurden die Karren als Transportmittel eingesetzt, unter anderem für Kaffeebohnen. Mit der Zeit wurden sie immer aufwendiger gestaltet. Die hölzernen Wagen werden von Hand mit farbenfrohen geometrischen Mustern bemalt und sind heute vor allem als kunstvolle Handwerksstücke bekannt.

Das Zentrum dieser Tradition ist Sarchí in der Provinz Alajuela, das als „Wiege des nationalen Kunsthandwerks“ gilt. Neben den Ochsenkarren gibt es hier zahlreiche Werkstätten, die Holzschnitzereien und Möbel herstellen.

Im Parque Central von Sarchí steht grösste Ochsenkarren der Welt. Dieser ist rund 13.7 Meter lang und 2 Tonnen schwer. Gefeiert wird die Tradition unter anderem beim jährlichen «Día del Boyero», dem Tag der Ochsenkarrenfahrer.

Die Chorotega-Keramik von Guaitil – Handwerk mit jahrtausendealter Tradition

Im kleinen Ort Guaitil de Santa Cruz in Guanacaste wird eine mehr als 5’000 Jahre alte Keramiktradition der Chorotega, einer indigenen Bevölkerungsgruppe der Region, bis heute gepflegt.

Aus Ton entstehen nach traditionellen Techniken Vasen, Teller, Krüge und Ornamente. Typisch sind die präkolumbianisch inspirierten Motive, die häufig Tiere und Pflanzen aus der Natur darstellen, darunter Kolibris und Tukane.

Das Wissen wird innerhalb der Familien weitergegeben und auch an der örtlichen Schule vermittelt. Im Ecomuseo de la Cerámica Chorotega in San Vicente de Nicoya lässt sich mehr über die Geschichte dieser Keramik erfahren.

Die Holzmasken der Boruca – zwischen Handwerk und Tradition

Im Süden Costa Ricas liegt das indigene Territorium der Boruca. Bekannt ist die Gemeinschaft unter anderem für ihre handgeschnitzten Holzmasken aus Balsa- oder Zedernholz. Die Kunsthandwerkenden schnitzen daraus ausdrucksstarke Figuren mit Motiven aus der Tierwelt. Je nach Gestaltung werden die Masken anschliessend bemalt oder in ihrer natürlichen Holzoptik belassen.

Besonders wichtig sind die Masken bei der «Fiesta de los Diablitos», dem traditionellen Fest der Boruca. Dort werden sie bei einem symbolischen Spiel getragen, das seit Generationen überliefert wird und eine wichtige Rolle in der Kultur der Gemeinschaft spielt.

Wer das Boruca-Gebiet besucht, kann neben den Masken auch weitere traditionelle Arbeiten entdecken, darunter Skulpturen, geflochtene Gegenstände und andere Handwerksstücke.

 

Medienmitteilung

Für weitere Informationen (Medien):
Ursula Krebs & Livia Halbeisen, Medienstelle Instituto Costarricense de Turismo (ICT), c/o Gretz Communications AG,
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Beitragsbild: © Instituto Costarricense de Turismo