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Gretz Communications AG

Zähringerstrasse 16
CH – 3012 Bern
Tel.: +41 (0) 31 300 30 70

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Gretz Communications AG

Les Tisserands

Aostatal: Know-how, das Berge erklimmt

Seit mehr als einem halben Jahrhundert pflegt die Genossenschaft der Webenden von Valgrisenche ein seltenes Textilhandwerk, das heute von Luana Usel und ihrem Team weitergeführt wird.

In Valgrisenche, im Herzen des Alpentals, haben die Webstühle nie aufgehört zu klappern. Die Genossenschaft Les Tisserands wurde in den 1960er Jahren gegründet, um das bedrohte Handwerk zu bewahren und führt heute eine einzigartige Textiltradition fort.

Luana Usel, Hüterin eines lebendigen Kulturerbes

Luana Usel arbeitet seit 2007 in der Genossenschaft und ist seit einem Jahrzehnt deren Geschäftsführerin. Mit einem Team von vier Mitarbeitenden sorgt sie für die vollständig lokale Produktion. Die Genossenschaft stützt sich vor allem auf die Wolle der einheimischen Rosset-Schafe, einer seltenen und vom Aussterben bedrohten Rasse. Weniger als tausend Schafe leben noch in der Region, weshalb man sich stark für deren Erhalt engagiert. Das Team der Genossenschaft übernimmt das Scheren und die erste Auswahl der Rohwolle. Diese wird dann zum Waschen und Spinnen nach Biella geschickt, bevor sie zur Verarbeitung in die Werkstatt zurückkehrt, wo sie gestrickt oder gewebt wird.

Nachhaltiges Handwerk

Die für das Tal charakteristischen Webstühle, die mit vier Webschäften ausgestattet sind, gestatten die Fertigung belastbarer Textilien mit simplen Mustern. Sie sind das Resultat einer Tradition, die aus der Notwendigkeit hervorgegangen ist. Neben Meterware, massgeschneiderter Kleidung und Wohnaccessoires bleibt das Tuch das Vorzeigeprodukt. Bei der Herstellung geht nichts verloren: Selbst die kürzesten Fasern werden zu Filz, Bettdecken oder Sohlen verarbeitet – ganz im Sinne der Null-Abfall-Philosophie. Für Kleidungsstücke, die direkt auf der Haut getragen werden, verwendet die Genossenschaft weichere Mischungen wie Alpaka und Merino aus zertifizierten europäischen Lieferketten.

Weben, das verbindet

Jede Woche unterrichtet Luana Usel in der Grundschule und heisst so junge Menschen im Handwerk willkommen. «Leidenschaft ist unerlässlich», sagt sie. «Mit diesem Beruf wird man zwar nicht reich, aber es wird einem nie langweilig.» Für sie geht die Essenz des Stoffes über das Material hinaus: «Es ist natürlich eine Kreuzung aus Fäden und Maschen, aber auch die Gemeinschaft und die Region, die den Stoff prägen.» Dieser Stoff erzählt noch immer von der Geduld, der Sorgfalt und der Kreativität eines Tals, das weiterhin seine Geschichte webt.

Eintauchen und Begegnen

Die Boutique ist von Dienstag bis Samstag geöffnet und führt die Besuchenden vom Laden zur Werkstatt und anschliessend zum Webereisaal. Die Genossenschaft bietet auch Führungen und mehrtägige Erlebnisse an, bei denen man das Weben entdecken kann. Diese Tradition kommt auch bei Veranstaltungen wie der Mo’delaine, einem jährlichen Festival, das der Aostatal-Wolle gewidmet ist, oder der berühmten Foire de Saint-Ours zum Ausdruck. Sie findet jedes Jahr am 30. und 31. Januar in Aosta statt, reicht mehr als tausend Jahre zurück und ist eine der ältesten Handwerksmessen Europas. Mehr als tausend Handwerkende präsentieren ihre Kunstwerke: Weberei, Holzschnitzerei, Gravur, Schmiedekunst, Steinmetzarbeit, Klöppelei, Lederhandwerk und die Verarbeitung von Naturfasern. Einige haben ihr Handwerk in jungen Jahren beim Hüten der Herden gelernt, andere in ihrer Familie oder in Ausbildungen. Für die einen ist das Handwerk zum Beruf geworden, für die anderen zur Berufung. Hinter jedem Werk verbirgt sich ein einzigartiger Werdegang, eine Geschichte und ein mit Stolz weitergegebenes Erbe, was die Foire de Saint-Ours zu einem Moment des Austauschs und der Einzigartigkeit macht.

Porträt

Aostatal online:

Webseite         www.lovevda.it/de

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Über das Aostatal:

Von Gletschern geformt und von Bergen umgeben: Das Aostatal in Norditalien. Die Bergregion grenzt nördlich an die Schweiz (Kanton Wallis), westlich an Frankreich (Region Auvergne Rhône-Alpes), südlich und östlich an die Region Piemont. Die Stadt Aosta liegt übrigens nur 70km von Martigny und 134km von Genf entfernt. Durch den Mont-Blanc Tunnel und den Tunnel des Grossen St. Bernhard ist das Aostatal aus der Schweiz einfach zu erreichen. Bei einer Buchung von zwei Übernachtungen über das zentrale Buchungssystem der Region, ist die Hin- und Rückfahrt durch den Grossen Sankt Bernhard Tunnel bis Ende 2020 sogar gratis.

Mit dem Mont Blanc, dem Monte Rosa, dem Matterhorn und Gran Paradiso wird das Aostatal von den höchsten Gipfeln der Alpen dominiert. Es präsentiert sich als eine Mischung der Kulturen – geprägt von italienischem Flair mit einem feinen französischen Touch. Mit einer ausgezeichneten Gastronomie, der reizvollen, zuweilen pittoresken, alpinen Landschaft und Architektur, einer gelebten Gegenwart und weit zurückreichender Geschichte und mit dem breiten kulturellen und sportlichen Angebot erfreut die Region Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Als Region bietet das Aostatal nicht nur Bergsteigern und Skifahrern die perfekte Umgebung für unvergessliche Ferien. Auch wer lieber etwas gemütlicher unterwegs ist, findet hier sein ideales Reiseziel.

Beitragsbild: ©Les Tisserands

Für weitere Informationen (Medien):

Gere Gretz & Laura Fabbris, Medienstelle Aostatal Tourismus, c/o Gretz Communications AG,

Zähringerstr. 16, 3012 Bern, Tel. 031 300 30 70

E-Mail: info@gretzcom.ch, Internet: www.lovevda.it/de